posthum

Peter Engels (der Ostfriese) ist gestorben!
am 12.09.2010

 

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Auszug aus Peters Buch
  Beerdigungen!
 Als chronisch Kranker mit absehbarem Verfallsdatum könnte nach meinem Erblassen sowas wie: „Nach langer, schwerer Krankheit entschlief heute völlig unerwartet unser so geliebter ...“
Aus der Urne käme ich rausgepulvert, um den Anwesenden rechts und links was an die Ohren zu hauen! Weder als chronisch Kranker noch als 89jährige stirbt man „unerwartet“. Unerwartet ist höchstens die Tatsache, dass wir überhaupt so alt werden.
 „Voll Freude und gutgelaunt verabschiedete sich unser oft auch geliebter ... vom Leben.“ Das hört sich doch ganz anders an und ist ehrlich!
  Wo wird mehr gelogen, als in Traueranzeigen?
  Nie liest man etwa: „Endlich befreit von seinen anmaßenden Erwartungen ... “ oder „Möge nun der Teufel seine Freude an ihm haben ... “ oder „Endlich ein Grund zum Feiern! Der uns seit langem lästige ... “ oder   „Welch himmlische Ruhe! Er kommandiert hier nicht mehr rum.“
  Nein, wahr sein ist zu peinlich. Obwohl alle sagen würden „Endlich traut sich mal einer, Klartext zu schreiben.“
Mein Liebster!
Auf ungewöhnliche Art haben wir beiden uns kennen- und liebengelernt.
Durch manche Höhen und Tiefen sind wir gegangen und haben immer wieder zusammengefunden.
Ich danke Dir für Deine Geduld mit mir, Deine Kritik und vor allen Dingen Dein Lob, für die vielen schönen zärtlichen Stunden und Deine Fußmassagen, Deine unübertreffliche Art, mit Menschen umzugehen, die sicher nicht immer gut ankam (auch bei mir nicht und doch war es immer gut), Deine Kreativität, die hier im und ums Haus überall zu bewundern ist und an Dich erinnert, Deinen Weit- und Weltblick, die Prägung von Simon und und und...!!!
Und - Du hast es geschafft mich jeden Tag zum Lachen zu bringen, danke!-
Ich bin dankbar, dass wir uns in den letzten Tagen noch soviel Gutes sagen konnten und dass ich Dich beim Abschied begleiten durfte!
Ich liebe Dich und Du fehlst uns!

Natalie (Berta )

Deine Schwester

Ich bin dankbar für die Zeiten,
die ich mit Dir verbringen durfte.

Dein kritischer Geist hat mir oft Anregungen
und Hilfe gegeben.

Nach meinem schwersten Schicksalsschlag
hast Du mich gelehrt, mein Herz wieder für
das Leben und die Liebe zu öffnen.
Ich danke Dir!

Bestimmt hast Du mit Deiner klaren Art manche verärgert
oder erzürnt - und das ist gut so.

Wer Dich näher gekannt hat, weiß
welch wertvoller Mensch von uns gegangen ist.

Du bist erlöst!
Wir vermissen Dich!

Wir sehen uns!

Frank

Steh auf, freier Friese!
Besser tot, als Sklave!

und noch ein link zum thema

Scene aus „Rendezvouz mit Joe Black“:

Joe (der Tod) besucht eine schwerkranke Frau im Hospital. Am Ende des Dialoges sagt die Frau „Wenn wir Glück haben, können wir eine Menge schöne Erinnerungen in Bildern mitnehmen.“. Joe fragt: „Hast Du denn genug schöne Erinnerungen?“. Sie lächelt, haucht: „Ja“. Draufhin lässt er sie einschlafen und verabschiedet sich mit „Farewell Sister!“.

Peter hat wohl reichlich schöne Erinnerungen gesammelt.

Gustav


     

Briefe


Liebe Natalie, ich habe Deine Nachricht erhalten. Ich bin bewegt und traurig und möchte Dir und Deiner Familie meine Anteilnahme ausrichten. Ich danke Dir, dass Du mir den Weggang von Peter mitgeteilt hast. Wir hatten eine schöne Zeit in Bad Elster. Für Dich und die Kinder wünsche ich viel Kraft und Mut für den weiteren Weg. Man weiß immer nicht, was man dazu sagen soll. Er sprach ja nicht viel über sich selbst. Eigentlich ist der Mensch immer unzufrieden. In Bad Elster habe ich erst gemerkt, wie zufrieden ich sein muss. Bitte entschuldige, wenn ich so viel schreibe. Du hast bestimmt andere Sorgen. Ich danke Dir nochmals. Ich denke an Euch, auch wenn ich Euch nicht persönlich kenne. Aber über die Internetseite durfte ich mir ein Bild machen. Peter war ein großer Optimist. Wir haben ihn alle gern gemocht, mit seiner ruhigen, aber auch eindrucksvollen Art etwas sinnbildlich auszudrücken.

Damit verbleibe ich und bin in Gedanken bei Euch. Viel Kraft Silvia aus Zwickau


Hallo Natalie,

vielen Dank für Deine ausführliche Antwort, Harry und ich haben gerade die Links über Euer Haus, Peters Hobbys usw. angeschaut, er war ja wirklich ein richtiger Künstler. Nach Deinen Schilderungen habe ich mir Euer Haus immer noch als Baustelle vorgestellt. das sieht aber alles sehr abgeschlossen aus. Du wirst ja in jedem Zimmer an seine Werke erinnert. Dass er sich so öffentlich mit seiner Krankheit auseinandersetzt, ist für mich erst einmal überraschend und auch fremd. Es erinnert mich an Schlingensief, oder andere Prominente, die sich ganz bewusst gegen die Tabuisierung von Krankheit und Tod einsetzen. Und das ist gut so.

Deine Nachricht kam übrigens sehr passend und hat dazu geführt, meine Paar-Situation zu schätzen. Harry und ich hatten uns gerade darüber gestritten, in welchem Verhältnis unsere Teppich- bzw. Fliesenfläche in der Diele gestaltet werden soll. Wir haben nämlich gerade eine Baustelle, weil unser fast 30 Jahre alter Kaminofen lebensgefährlich war und ausgetauscht werden musste. Aus Kosten- und Arbeitsgründen wollen wir die Umbaumaßnahmen so gering wie möglich halten, das führt aber zu Kompromisslösungen und Stückelei, weil es die alten Fliesen nicht mehr gibt. Es zieht sich alles noch länger hin, die Handwerker, die wir zur eigenen Entlastung beauftragt haben, sind stark ausgebucht.

Ich melde mich in den nächsten Tagen noch mal bei dir,
viele Grüße, Ute


Hallo Natalie!

Es tut mir so Leid,das Peter gestorben ist.Bin mir auch nicht sicher ob das gut ist,dir zu mailen.
Jedoch möchte ich dir die paar Bilder die ich vom Peter habe mailen.
Ich saß mit ihm am Tisch und wir hatten meistens was zu lachen wenn er zum essen kam.Denn manchmal,wenn ihm die Menuauswahl nicht gefallen hat,gab es bei ihm nur einen Salatteller oder er kam erst garnicht. Er hat mir einmal die Haare auf der rechten Kopfhälfte auf 3 Millimeter runter rassiert!Die alten Leute da haben mich als Panker tituliert(wegen meiner Frisur) und Peter hat mir geholfen ihnen noch mehr Gesprächsstoff zu geben. Er war sich zwar nicht sicher und fragte noch 3 mal nach ob ich mir sicher wäre sie so kurz zu rasieren!!
Er hatte zwar für eine 33 jährige manchmal eine seltsame Welt und Lebensauffassung aber er hatte durch seine Krankheit und den Mist den er mit den Ärzten erleben musste,das Recht dazu.Ich fand es super,wie er zu seiner Meihnung stand und bin froh, ihn kennen gelernt zu haben. Wenn ich könnte,würde ich ihm DANKE sagen. Ich hoffe,das diese Mail mit Anhang bei dir ankommt.(Bin noch nich so fit mit dem PC.)
Liebe Grüße Steffi Bartsch


Liebe Frau Engels,
es ist richtig, auch aus meiner Perspektive hatte ich zu Ihrem Mann eine ungewöhnlich intensive und für mich sehr schöne Arzt-Patient-Beziehung, die über alles was ich bisher erlebt habe weit hinausreicht. Von Ihrem Mann habe ich viele sehr schöne Anregungen bekommen, die mir halfen, mich als Arzt und als Mensch weiter zu entwickeln.
Es fällt mir schwer über Ihren Mann in der Vergangenheitsform zu schreiben, weil er für mich immer noch präsent ist und auch bleiben soll. Ihr Mann ist in meinem Leben eine bleibende Bereicherung und ich bin mir sicher, dass dies nicht nur für mein Leben zutrifft. Ich habe den Mut und die Individualität Ihres Mannes ebenso wie seine innere Freiheit und Größe immer sehr bewundert.
Ich danke Ihnen von Herzen, dass Sie mir mitgeteilt haben, dass Ihr Mann vor 5 Wochen gestorben ist. Mich hat dies sehr nachdenklich gestimmt.
Dieser Verlust muss sehr schmerzhaft für Sie sein. Ich bin da ganz bei Ihnen. Ihr Mann hat über Sie in den allerhöchsten Tönen geschwärmt. Sie müssen eine ganz tolle Frau sein. Ich wünsche Ihnen viel Kraft und Zuversicht für Ihre Zukunft. Es ist sicher im Sinne Ihres Mannes dass Sie glücklich weiterleben. Wenn ich Ihnen dabei helfen kann, so lassen Sie es mich wissen. Sie können sich gerne jederzeit an mich wenden - egal mit welchem Anliegen.
Vielen Dank für die Einladung auf Ihre tolle Webseite.
Alles Liebe,
Harald Schrem
Hi Natalie,
ohne Worte

-die Linie läuft weiter in Wellenbewegungen und die Berührungspunkte werden für immer spürbar sein-

ich verbleibe
mit ganz lg

Dirk


Die Geschichte von dem Wasserkäfer und der Libelle

Am Boden eines kleines ruhigen Teiches lebte eine Gemeinschaft von Wasserkäfern. Es war eine zufriedene Gemeinschaft, die dort im Halbdunkel lebte und damit beschäftigt war,über den Schlamm am Boden des Teiches hin und her zu laufen und nach etwas Nahrung zu suchen.
Immer wieder bemerkten die Wasserkäfer jedoch, dass der eine oder andere von ihnen anscheinend das Interesse daran verlor, bei ihnen zu bleiben. Er klammerte sich dann an einen Stängel einer Teichrose und kroch langsam daran empor bis er verschwunden war. Dann wurde er nie wieder gesehen.

Eines Tages,als dies wieder geschah, sagten die Wasserkäfer zueinander:" Da klettert wieder einer unserer Freunde den Stängel empor.Wohin mag er wohl gehen?"
Aber obwohl sie genau zuschauten, entschwand auch dieses Mal der Freund schließlich aus ihren Augen.Die Zurückgebliebenen warteten noch eine lange Zeit, aber er kam nicht zurück." Ist das nicht merkwürdig?", sagte der erste Wasserkäfer,
."War er denn hier nicht glücklich bei uns?",fragte der zweite."Wo er jetzt wohl ist?",wunderte sich der dritte. Keiner wusste eine Antwort. Sie standen vor einem Rätsel. Schließlich berief der Älteste der Käfer eine Versammlung ein. "Ich habe eine Idee", sagteer. "Der Nächste, der von uns den Teichrosenstängel emporklettert, muss versprechen, dass er zurückkommt und uns erzählt, wohin er gegangen ist und warum" "Wir versprechen es", sagten alle feierlich.

Nicht lange danach an einem Frühlingstag, bemerkte genau der Wasserkäfer, der den Vorschlag gemacht hatte, dass er dabei war, den Teichrosenstängel emporzuklettern.. Höher und immer höher kletterte er. Und dann, noch bevor er wusste, was ihm geschah, durchbrach er die Wasseroberfläche und fiel auf ein großes, grünes Teichrosenblatt.
Als der Wasserkäfer wieder zu sich kam, blickte er verwundert um sich. Er konnte nicht glauben, was er da sah. Alles war ganz anders und auch sein Körper schien auf merkwürdige Art verändert. Als er ihn neugierig zu betrachten begann, fiel sein Blick auf vier glitzernde Flügel und einen langen Hinterleib, die nun anscheinend zu ihm gehörten. Noch während er sich über seine ungewohnte Form wunderte, spürte er ein Drängen, die Flügel zu bewegen. Er gab dem Drängen nach, bewegte seine Flügel- und plötzlich, ohne zu wissen wie, befand er sich in der Luft.
Der Wasserkäfer war eine Libelle geworden. Auf und ab, in engen und großen Kreisen, bewegte sich die neugeborene Libelle durch die Luft. Sie fühlte sich wunderbar in diesem so ganz andersartigen Element. Nach einiger Zeit ließ sie sich auf einem Blatt zum Ausruhen nieder.
In diesem Moment sah die Libelle hinunter ins Wasser. Und da waren ihre alten Freunde, die anderen Wasserkäfer, die hin und her liefen am Boden des Teiches.Jetzt erinnerte sich die Libelle an ihr Versprechen.
Ohne lange zu überlegen, stürzte sich die Libelle hinab, um ihren alten Freunden zu berichten. Aber sie prallte an der Oberfläche des Wasser ab.
Am Boden eines kleines ruhigen Teiches lebte eine Gemeinschaft von Wasserkäfern. Es war eine zufriedene Gemeinschaft, die dort im Halbdunkel lebte und damit beschäftigt war,über den Schlamm am Boden des Teiches hin und her zu laufen und nach etwas Nahrung zu suchen.
Immer wieder bemerkten die Wasserkäfer jedoch, dass der eine oder andere von ihnen anscheinend das Interesse daran verlor, bei ihnen zu bleiben. Er klammerte sich dann an einen Stängel einer Teichrose und kroch langsam daran empor bis er verschwunden war. Dann wurde er nie wieder gesehen.

Eines Tages,als dies wieder geschah, sagten die Wasserkäfer zueinander:" Da klettert wieder einer unserer Freunde den Stängel empor.Wohin mag er wohl gehen?"
Aber obwohl sie genau zuschauten, entschwand auch dieses Mal der Freund schließlich aus ihren Augen.Die Zurückgebliebenen warteten noch eine lange Zeit, aber er kam nicht zurück." Ist das nicht merkwürdig?", sagte der erste Wasserkäfer,
."War er denn hier nicht glücklich bei uns?",fragte der zweite."Wo er jetzt wohl ist?",wunderte sich der dritte. Keiner wusste eine Antwort. Sie standen vor einem Rätsel. Schließlich berief der Älteste der Käfer eine Versammlung ein. "Ich habe eine Idee", sagteer. "Der Nächste, der von uns den Teichrosenstängel emporklettert, muss versprechen, dass er zurückkommt und uns erzählt, wohin er gegangen ist und warum" "Wir versprechen es", sagten alle feierlich.

Nicht lange danach an einem Frühlingstag, bemerkte genau der Wasserkäfer, der den Vorschlag gemacht hatte, dass er dabei war, den Teichrosenstängel emporzuklettern.. Höher und immer höher kletterte er. Und dann, noch bevor er wusste, was ihm geschah, durchbrach er die Wasseroberfläche und fiel auf ein großes, grünes Teichrosenblatt.
Als der Wasserkäfer wieder zu sich kam, blickte er verwundert um sich. Er konnte nicht glauben, was er da sah. Alles war ganz anders und auch sein Körper schien auf merkwürdige Art verändert. Als er ihn neugierig zu betrachten begann, fiel sein Blick auf vier glitzernde Flügel und einen langen Hinterleib, die nun anscheinend zu ihm gehörten. Noch während er sich über seine ungewohnte Form wunderte, spürte er ein Drängen, die Flügel zu bewegen. Er gab dem Drängen nach, bewegte seine Flügel- und plötzlich, ohne zu wissen wie, befand er sich in der Luft.
Der Wasserkäfer war eine Libelle geworden. Auf und ab, in engen und großen Kreisen, bewegte sich die neugeborene Libelle durch die Luft. Sie fühlte sich wunderbar in diesem so ganz andersartigen Element. Nach einiger Zeit ließ sie sich auf einem Blatt zum Ausruhen nieder.
In diesem Moment sah die Libelle hinunter ins Wasser. Und da waren ihre alten Freunde, die anderen Wasserkäfer, die hin und her liefen am Boden des Teiches.Jetzt erinnerte sich die Libelle an ihr Versprechen.
Ohne lange zu überlegen, stürzte sich die Libelle hinab, um ihren alten Freunden zu berichten. Aber sie prallte an der Oberfläche des Wasser ab.
"Ich kann nicht zurück." sagte sie traurig,"Zwar habe ich es versucht, aber ich kann mein Versprechen nicht halten. Und selbst wenn ich zurückkönnte, kein einziger meiner Freunde würde mich in meinem neuen Körper erkennen."Und nach einigem Nachdenken wurde ihr klar: "Ich muss wohl warten, bis sie ebenfalls Libellen geworden sind. Dann wissen sie selbst, was mir widerfahren ist und wohin ich gegangen bin"
Und damit flog die Libelle glücklich empor, in ihre wunderbare neue Welt aus Licht und Luft.



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